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Einblick in die Mediation

18. Juni 2009, 11:00am

Veröffentlicht von Hanno Dieckmann

Trainer-Stammtisch am 02.06.2009 in Köln.


Da für diesen Termin die Räumlichkeiten in der Caritas-Akademie nicht zur Verfügung standen, hatten Hanno Dieckmann und Rudolf Vossemer kurzfristig einen Raum in einem nahe gelegenen italienischen Restaurant reserviert. Neben der geistigen Nahrung durch das Fortbildungsthema „Mediation" wurden wir auch gut mit körperlicher Nahrung versorgt.


Ines Schulze-Schlüter ist Diplom-Kauffrau und arbeitet seit mehr als 10 Jahren als freiberufliche Kommunikationstrainerin und Unternehmensberaterin; „Mediation" ist eins ihrer Schwerpunktthemen. Wie wenig dieser Begriff und das damit verbundene Konzept der Konfliktlösung im Bewusstsein der Öffentlichkeit verwurzelt ist, zeigte sie anhand eines Beispiels: Trotz korrekter schriftlicher Vorgabe war sie in den „Gelben Seiten" mit dem Angebot „Meditation" vertreten.


Mediation ist eine Konfliktklärungshilfe zwischen zwei (oder mehr) Parteien durch die Vermittlung einer dritten Person, die sich absolut neutral - besser noch: Allparteilich- verhalten soll, also für keine Seite Partei ergreift. Dabei dürfen die Inhalte des Konflikts keine zu große Rolle spielen; das Augenmerk liegt bei der Vermittlung auf der Prozessebene. Der Mediator bietet den streitenden Parteien keine Lösungen an, sondern hilft ihnen, selbst Lösungen zu finden, die für alle Seiten akzeptabel sind.

Der Verlauf eines Mediations-Seminars ist durch einige Stichworte darstellbar:

  • Konflikte erkennen und zur Lösungshilfe: Einbindung eines Dritten (des Mediators)
  • Prozessebene statt Inhaltsebene
  • Mindestens Kompromiss anstreben: Besser noch: Win - win
  • Positionen: Interessen (die hinter den Positionen stehen) der beiden Seiten hinterfragen, hieraus ergeben sich
    ventuell Lösungsmöglichkeiten für Verhandlungspakete
  • Verhandeln lassen
  • Lösungen aushandeln lassen

Der Mediator ist somit ein Katalysator, der den Lösungsprozess ermöglicht, ohne selbst Lösungen einzubringen. Er unterscheidet sich damit vom Schiedsmann, der auch Lösungen auf bestehender juristischer Grundlage selbst anbietet.

An einem simplen Beispiel (Streit um einen Parkplatz) erlebten die Stammtischteilnehmer in Gruppen zu dritt (2 Streitende, 1 Mediator) den Verlauf einer Mediation und konnte erfahren, dass das Verschieben des Gesprächs von der Interessenebene auf die Prozessebene zu Ergebnissen führt, die von beiden Seiten akzeptiert werden können.

Zur Website von T.O.C.-Mitgliedfrau Ines Schulze-Schlüter geht es hier.

Nach einer Pause befassten sich die Stammtisch-Teilnehmer mit der Planung der zukünftigen Arbeit des Verbandes.

Für Samstag, den 19. September 2009 wurde ein Ganztags-Workshop vorgesehen. Weitere Informationen hierzu folgen. Ziel ist es, durch stärkere Vernetzung Synergie-Effekte zu ermöglichen und durch bessere Kenntnis der Qualifikationen und Möglichkeiten der Kolleginnen und Kollegen zu intensiverer Zusammenarbeit bei eigenen Angeboten zu finden.

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Sabine Theisen-Schwede 06/18/2009 13:52

Die Idee mit dem Ganztages-Workshop finde ich klasse und habe ihn sofort in meinem Kalender notiert.
Ich freue mich auf ein Wiedersehen mit allen.