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Workshop "Auftragsklärung"

28. Februar 2014, 01:39am

Veröffentlicht von Rudolf Voßemer

 2014-01_Referenten3.jpgDas Thema Auftragsklärung, stellt auch für erfahrene Trainer/Beraterinnen und Coaches immer wieder eine äußerst spannende Herausforderung dar. Die Erfahrung der zahlreich anwesenden Mitglieder und Gäste zeigte, dass letztendlich dem persönlichen „Bauchgefühl“ ein hoher Stellenwert bei der Entscheidung einräumt wird.

Die Referenten dieses Abends, der langjährige Trainer und Berater Gerd Meves und die erfahrene Personalentwicklerin Anke Walossek, machten uns anhand des Eisberg Modells deutlich, dass das vom potenziellen Auftraggeber (pAg) genannte Ziel eben nur die Spitze des Eisbergs ist. Die Auftragsklärung muss zum allseitigen Gelingen der Maßnahme den  unsichtbare Teil des Eisberges 2014-01-Auftrag-Metawand.jpgwie Interessen, Bedürfnissen,  Glaubenssätzen, heimlichen Regeln sowie bewussten und unbewussten Ängste aufdecken.

Gerd Meves nannte als Erkennungskriterien für einen gut geklärten Auftrag die aus der Arbeit von Virginia Satyr bekannten Bezugs Größen Selbst/Andere/Kontext und die Fragen dazu:
Angenommen, der Auftrag wäre in bestmöglicher Weise erfüllt:
Woran würden wir das erkennen?
Woran würden Andere das erkennen?
Was würde das im Kontext/Umfeld bedeuten/verändern?

Die Referenten lenkten den Blick auch auf das Auftragsdreieck von TrainerIn/BeraterIn—PersonalentwicklerIn—Fachabteilung.

Richtig spannend und „anfassbar“ wurde das Thema dann durch das Rollenspiel zum Thema, in dem Gerd Meves und Anke Walossek ein Auftragsklärungs­gespräch durchführten, in dem dann die anwesenden KollegInnen nach Aufforderung durch die Referenten ihre Eindrücke einbringen konnten und so einen enormen Lerneffekt erreichten. Das war einfach der Höhepunkt des Abends und als Ergebnis „Auftragsklärung zum Anpacken“!

2 Punkte machten das Thema dann noch runder:

  1. Welche Rolle spielen Zertifikate und Nachweise bei der Auftragsvergabe (das kommt auf die Einstellung des Auftraggebers/Personalers an. Viele entscheiden nach dem Bauchgefühl.)

  2. und die immer wieder beliebte Frage der Honorare (hier kommt es auf das Verhandlungsgeschick des Beraters, und den Spielraum des Auftraggebers/Einkäufers an).

Die offene Diskussion in einer erfreulich großen Runde der TeilnehmerInnen war eine Bereicherung für alle.

Den ausführlicheren Bericht finden Sie unter www.trainerverband.de/2014-Auftragsklaerung.pdf

Autor:
Rudolf Voßemer

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